Hecke schneiden lassen:was den Preis bestimmt

Beim Heckenschnitt entscheidet die Hecke über den Preis, nicht die Uhr.

Neuer Name, gleicher Betrieb

DachrinnenreinigungRheine

heißt jetzt ObjektpflegeNRW

Die Grundlage

Der Preis hängt an laufenden Metern,
nicht an Stunden.

Länge, Höhe und Breite ergeben die Schnittfläche, und aus der Schnittfläche wird der Aufwand. Dazu kommt, was hinterher am Boden liegt, denn Schnittgut muss aufgenommen, transportiert und entsorgt werden. Wir sehen uns die Hecke vorher an und nennen einen Festpreis.

Nicht jede Hecke verträgt dasselbe Werkzeug. Großblättrige Arten wie Kirschlorbeer bekommen mit der Heckenschere angeschnittene Blätter, und diese Schnittkanten werden in den Tagen danach braun. Wer dort ein sauberes Bild will, lässt Trieb für Trieb mit der Handschere schneiden. Das dauert ein Vielfaches, und deshalb gehört es vor den Termin besprochen und nicht hinterher reklamiert.

Diese Seite erklärt die gesetzlichen Schnittzeiten, den Unterschied zwischen Formschnitt und Rückschnitt auf den Stock, den Ablauf am Termin und die Punkte, die den Preis nach oben ziehen.

Mitarbeiter von hinten, der mit der Heckenschere in dichtes Brombeergestrüpp schneidet, davor liegt Laub am Boden
Schnittzeiten

Wann geschnitten
werden darf.

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt für ganz Deutschland, wann eine Hecke stark zurückgenommen oder gerodet werden darf. Vom 1. März bis zum 30. September ist beides nicht zulässig, weil in dieser Zeit Vögel brüten.

Erlaubt bleiben in diesem Zeitraum schonende Form- und Pflegeschnitte, also der übliche Schnitt, der die Hecke in Form hält. Das gilt für Privatgärten genauso wie für Gewerbeflächen und unabhängig davon, wie alt die Hecke ist.

Genau daher kommt der Anruf im Oktober. Ab dem 1. Oktober ist das Zeitfenster für den Starkschnitt wieder offen, und alle, die ihre Hecke seit Jahren zu groß haben werden lassen, melden sich gleichzeitig.

Wer im Oktober noch einen Termin im selben Monat will, hat es schwer. Fragen Sie lieber im August an und lassen Sie den Termin für den Herbst festmachen.

1Januar bis FebruarStarkschnitt, Rückschnitt auf den Stock, Rodung
2März bis Septembernur schonender Form- und Pflegeschnitt
3Oktober bis DezemberStarkschnitt, Rückschnitt auf den Stock, Rodung

Innerhalb der erlaubten Zeit gibt es noch praktische Grenzen. Bei starkem Frost wird nicht geschnitten, weil die Schnittstellen dann aufreißen. Sitzt sichtbar ein Nest in der Hecke, bleibt die Stelle stehen, auch im Oktober. Für Form- und Pflegeschnitte sind Juni und der Spätsommer die üblichen Zeitpunkte; wer eine formale Hecke will, schneidet zweimal im Jahr, sonst reicht einer.

Verfahren und Technik

Formschnitt oder
Rückschnitt auf den Stock.

Beim Formschnitt wird der Zuwachs des Jahres abgenommen und die Hecke bleibt in ihrer Kontur. Geschnitten wird mit der Heckenschere entlang gespannter Schnur oder Lehre, damit die Flanken gerade bleiben und die Krone eine Linie behält. Das ist die Pflege, die eine Hecke jedes Jahr braucht, und sie geht zügig.

Der Rückschnitt auf den Stock ist etwas anderes. Dabei wird die Hecke deutlich eingekürzt, teils bis ins alte Holz, damit sie von unten neu aufbaut. Das kommt in Frage, wenn eine Hecke über Jahre in die Breite gelaufen ist, unten kahl steht oder über den Zaun auf den Gehweg drückt. Es dauert länger, es fällt sehr viel mehr Material an, und die Hecke sieht danach für eine Saison mager aus.

Nicht jede Art verträgt das gleich gut. Hainbuche, Liguster und Eibe treiben aus altem Holz in aller Regel wieder aus. Thuja und Scheinzypresse treiben aus dem braunen Innenbereich kaum nach, deshalb wird dort vorsichtiger gearbeitet und nur bis in den grünen Bereich zurückgenommen. Beim Buchsbaum kommt seit einigen Jahren der Zünsler dazu: Wo dessen Raupen gesessen haben, bringt ein Formschnitt wenig, weil die kahlgefressenen Partien im Inneren nicht mehr zuwachsen. Wir sagen Ihnen vorher, was Ihre Hecke verträgt, statt Sie hinterher vor eine braune Wand zu stellen.

Geschnitten wird je nach Hecke mit der Heckenschere, bei hohen Hecken mit der Stangenschere vom Boden aus. Kommt die Hecke über drei Meter, arbeiten wir von einer Arbeitsbühne. Die Schnittkante wird zur Krone hin leicht nach innen genommen, damit unten Licht ankommt und die Hecke dort nicht verkahlt.

Bei Hecken an Straßen und Gehwegen gilt noch etwas Praktisches. Sobald Triebe über den öffentlichen Weg ragen, muss der Durchgang frei bleiben, und zwar auf voller Breite und in ausreichender Höhe. Die Gemeinden schreiben Grundstückseigentümern das regelmäßig ins Haus, meist im Spätsommer. Wenn Sie so einen Brief bekommen haben, nennen Sie uns das bei der Anfrage; dann planen wir den Termin entsprechend früh.

Heckenschere an einem langen Stiel greift in eine hohe Wand aus Brombeerranken, unten grüne Brombeerblätter
Folgen Sie uns

Mehr von unserer Arbeit auf Instagram und Facebook.

Ablauf

So läuft
der Termin ab.

  1. 01

    Hecke ansehen und messen

    Wir laufen die Hecke ab, messen die laufenden Meter, schätzen Höhe und Breite und schauen, ob die Beiseite zum Nachbarn erreichbar ist. Daraus wird der Festpreis.

  2. 02

    Boden abdecken

    Unter der Hecke kommen Planen aus, bei Beeten und Rasen ebenso wie auf Pflaster. Das spart am Ende den halben Aufwand beim Aufräumen.

  3. 03

    Schneiden

    Erst die Flanken, dann die Krone, zum Schluss die Kanten und Ecken. Bei langen Hecken abschnittsweise, damit zwischendurch aufgenommen werden kann und das Material nicht in die Hecke zurückfällt.

  4. 04

    Schnittgut aufnehmen

    Wir rechen nach, nehmen das Material auf und laden es. Auf Wunsch bleibt es bei Ihnen, wenn Sie selbst kompostieren oder häckseln wollen.

  5. 05

    Fläche besenrein übergeben

    Gehweg und Einfahrt werden abgekehrt. Was uns an Zaun, Mauer oder Pflaster aufgefallen ist, sagen wir Ihnen.

Heckenschnitt

Schnitt durch eine
verwachsene Hecke.

Schnitt an der Flanke einer verwilderten Hecke: ein Mitarbeiter hält die Akku-Heckenschere waagerecht in Brombeer- und Efeutriebe
Die Schere arbeitet sich an der Flanke entlang.
Links ein laubbedeckter Weg, rechts eine Hecke aus Brombeere und Stechpalme, die weit über den davor schneidenden Mitarbeiter hinausragt
Die Hecke ragt weit über den Kopf des Mitarbeiters.
Preis

Wovon der Preis
abhängt.

Laufende Meter

Die Grundgröße. Zwanzig Meter Hecke sind zwanzig Meter, egal wie der Garten geschnitten ist. Messen Sie einmal grob nach, bevor Sie anfragen; das beschleunigt jedes Angebot.

Höhe

Bis Brusthöhe wird vom Boden geschnitten. Darüber kommt die Stangenschere ins Spiel, ab etwa drei Metern eine Arbeitsbühne. Jede dieser Stufen kostet Zeit, und die Arbeitsbühne bringt einen eigenen Posten mit.

Breite

Eine breite Hecke hat zwei große Flanken und eine breite Krone. Die Krone ist der Teil, der beim Kalkulieren gern vergessen wird, obwohl er bei alten Thujahecken die größte Fläche stellt.

Schnittgutmenge und Entsorgung

Beim Formschnitt fällt wenig an, beim Rückschnitt auf den Stock ein Vielfaches. Die Entsorgung wird nach Volumen berechnet und ist bei Starkschnitten oft der größte Einzelposten. Fragen Sie bei jedem Angebot nach, ob sie enthalten ist.

Zugänglichkeit

Eine freistehende Hecke am Vorgarten ist der einfache Fall. Steht sie auf der Grenze, ist die Rückseite nur über das Nachbargrundstück erreichbar, und das muss vorher abgesprochen sein. Enge Tore, Stufen und weite Wege zum Fahrzeug schlagen ebenfalls auf.

Was in der Hecke steckt

Efeu, Waldrebe und Brombeere wachsen von unten durch und verbinden die Pflanzen untereinander. Der Schnitt lässt sich dann nicht mehr am Stück abnehmen, sondern muss strangweise gelöst werden. Dasselbe gilt für einen Maschendrahtzaun, den die Hecke über die Jahre umwachsen hat: Wo Draht im Holz sitzt, wird von Hand gearbeitet, weil ein Schnitt in den Draht die Schneide ruiniert.

Zustand

Eine jährlich geschnittene Hecke ist schnell gemacht. Eine, die fünf Jahre nicht angefasst wurde, hat starke Triebe, oft eingewachsenen Draht oder Zaunreste, und braucht mehr Werkzeug und mehr Zeit. Jahrelang nicht geschnitten kostet mehr als jährlich geschnitten, und der Unterschied ist deutlich.

Zwei Fehler kosten nach dem Schnitt mehr als der Schnitt selbst. Der erste ist der zu tiefe Griff bei der falschen Art: Eine Thujahecke, die im Sommer stark eingekürzt wird, zeigt den Schaden erst Wochen später, wenn das freigelegte Innere braun bleibt und nichts mehr nachkommt. Der zweite ist das Gießen nach einem Starkschnitt. Eine Hecke, die einen großen Teil ihrer Blattmasse verloren hat, zieht in der ersten Trockenphase danach mehr Wasser als sonst; bleibt es aus, vertrocknet der frische Austrieb wieder. Deshalb legen wir Starkschnitte lieber in den späten Herbst als in das letzte warme Oktoberfenster.

Der Punkt, an dem Angebote am weitesten auseinandergehen, ist die Entsorgung. Bei einem Formschnitt an fünfzehn Metern passt das Material auf einen kleinen Anhänger. Bei einem Rückschnitt auf den Stock an derselben Hecke werden daraus mehrere Fuhren, dazu starke Äste, die vorher zerkleinert werden müssen. Lassen Sie sich deshalb Schnitt und Entsorgung immer getrennt ausweisen.

Und noch ein Hinweis zum Zeitpunkt der Anfrage: Der Oktober ist bei allen Betrieben der vollste Monat, weil das gesetzliche Fenster genau dann aufgeht. Wer im August anfragt, bekommt seinen Wunschtermin. Wer Mitte Oktober anruft, landet meist im November, und das ist bei Frost nicht immer besser.

Ein Wort zum Nachbarrecht: Was an Grenzabstand und Überhang gilt, ist Ländersache und je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Wir schneiden auf Ihrer Seite und schneiden nichts auf dem Nachbargrundstück ohne dessen Einverständnis. Wenn es um Überhang oder eine Hecke direkt auf der Grenze geht, sprechen Sie vorher mit dem Nachbarn. Das klärt sich am Gartenzaun meist schneller als über Briefe.

Wenn Sie unsicher sind, was Ihre Hecke braucht, schicken Sie zwei Fotos: eines von der ganzen Hecke aus etwas Abstand, eines von der Seite. Darauf sehen wir Art, Höhe, Breite und Zustand und können sagen, ob ein Formschnitt reicht oder ein Rückschnitt fällig ist. Eine grobe Meterangabe dazu genügt für ein belastbares Angebot.

Fragen zur Hecke

Was vor dem Schnitt
geklärt wird.

Vom 1. Oktober bis zum 28. oder 29. Februar. Vom 1. März bis zum 30. September lässt das Bundesnaturschutzgesetz nur schonende Form- und Pflegeschnitte zu.

Doch. Der übliche Formschnitt, der die Hecke in Form hält, bleibt auch zwischen März und September zulässig. Nicht erlaubt sind Starkschnitt und Rodung.

Ja, wenn Sie es so beauftragen. Die Entsorgung steht als eigener Punkt im Angebot, damit Sie sehen, was sie kostet. Wenn Sie selbst kompostieren, lassen wir das Material da.

Einmal im Jahr hält die meisten Hecken in Form. Wer eine scharfe, formale Kante möchte, lässt zweimal schneiden, im Frühsommer und im Spätsommer.

Eher nicht. Thuja treibt aus dem braunen Holz kaum nach. Wir nehmen sie deshalb nur bis in den grünen Bereich zurück und sagen Ihnen ehrlich, was möglich ist.

Wenn der Nachbar einverstanden ist und wir dort arbeiten können, ja. Klären Sie das bitte vorher ab, dann planen wir es direkt mit ein.

Kontakt

Sprechen wir
darüber

Haben Sie Fragen oder möchten Sie ein kostenloses Angebot? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

RegionSitz Rheine, Einsatz in NRW und im Raum Osnabrück
Folgen Sie uns