Fassadenreinigung:erst der Untergrund,dann der Preis

Eine Fassade wird nicht dreckig, sie wird grün.

Neuer Name, gleicher Betrieb

DachrinnenreinigungRheine

heißt jetzt ObjektpflegeNRW

Auf der Wetterseite setzen sich Algen ab, in rauem Putz halten sich Flechten, an der Traufkante zieht sich ein dunkler Streifen nach unten. Der Wunsch ist dann meistens derselbe: einmal drüber mit dem Hochdruckreiniger. Genau das ist der Punkt, an dem die meisten Schäden entstehen.

Welcher Druck auf eine Wand darf, entscheidet nicht der Verschmutzungsgrad, sondern der Untergrund. Klinker mit intaktem Fugennetz verträgt etwas anderes als ein dreißig Jahre alter Kunstharzputz oder ein Naturstein mit offenem Porenbild. Wir sehen uns deshalb zuerst die Wand an und legen danach das Verfahren fest. Auf dieser Seite steht, wie diese Entscheidung läuft und woran der Preis am Ende hängt.

01

Probefläche vor der ganzen Wand

02

Verfahren nach Untergrund

03

Antwort auf Anfragen binnen 48 Stunden

04

Festpreis vor Arbeitsbeginn

Verfahren und Technik

Das Verfahren richtet sich
nach der Wand.

Es gibt nicht ein Verfahren für Fassaden, sondern eine Bandbreite. Am einen Ende steht das drucklose Aufbringen eines Reinigers, der einwirkt und mit wenig Wasser abgenommen wird. Am anderen Ende steht der scharfe Strahl, der Material abträgt. Dazwischen liegt das Feld, in dem die allermeisten Fassaden tatsächlich gereinigt werden: gemäßigter Druck, breiter Strahlwinkel, genug Abstand zur Wand und Einwirkzeit, die einen Teil der Kraft ersetzt.

Drei Dinge lassen sich einstellen, und alle drei zusammen ergeben erst die Wirkung auf den Untergrund: der Druck, der Abstand der Düse zur Wand, und die Form des Strahls. Wer nur über den Druck spricht, beschreibt ein Drittel der Sache. Ein punktueller Strahl aus zehn Zentimetern Entfernung richtet bei niedrigem Druck mehr Schaden an als ein Flachstrahl aus einem halben Meter bei hohem.

1Klinker, Fugen intaktverträgt den meisten Druck; Fugen vorher einzeln prüfen
2Klinker, Fugen ausgewaschenerst Fugen instand setzen, sonst treibt Wasser dahinter
3Kunstharz- und Silikatputzflächig arbeiten, keine Punktbelastung, Risse vorher ansehen
4Alter Mineralputz, sandenddruckarm bis drucklos, sonst kommt die Oberfläche mit
5Wärmedämmverbundsystemsehr zurückhaltend, dünne Oberschicht auf weichem Kern
6NatursteinMaterialart klären, Porenbild beachten, immer Probefläche
7Holzverschalungniedriger Druck in Faserrichtung, Trocknungszeit einplanen

Diese Tabelle ersetzt keinen Blick auf die Wand. Sie zeigt, warum eine Pauschalaussage am Telefon nicht seriös ist. Bei Algen und Grünbelag arbeiten wir oft mit Einwirkzeit statt mit Kraft, weil der Bewuchs dann von selbst löst und die Oberfläche unangetastet bleibt. Ruß und Abgasfilme an Straßenseiten brauchen dagegen mehr mechanische Hilfe.

Ablauf

Wie wir eine
Fassade angehen.

  1. 01

    Wand ablaufen

    Wir gehen die Fassade ab und suchen die Stellen, an denen Wasser eintreten könnte: offene Fugen, Risse im Putz, Anschlüsse an Fenstern, lose Bleche, defekte Gitter an Lüftungsöffnungen. Was hier auffällt, entscheidet mehr über das Ergebnis als die Wahl des Reinigers.

  2. 02

    Probefläche anlegen

    An einer wenig einsehbaren Stelle, meist an der Rückseite, reinigen wir einen knappen Quadratmeter mit dem vorgesehenen Verfahren. Danach sehen wir zweierlei: ob die Verschmutzung überhaupt weggeht und ob die Oberfläche unverändert bleibt. Erst wenn beides passt, geht es an die ganze Wand.

  3. 03

    Umfeld sichern

    Fenster und Türen zu, empfindliche Pflanzen abdecken, Terrassenmöbel weg, Lüftungsöffnungen verschließen. Wo das Wasser hinlaufen soll, wird vorher festgelegt und nicht dem Zufall überlassen.

  4. 04

    Von oben nach unten

    Gearbeitet wird bahnenweise von der Traufe zum Sockel. Andersherum läuft Schmutzwasser über bereits gereinigte Flächen und hinterlässt Schlieren, die sich anschließend kaum noch wegbekommen lassen.

  5. 05

    Nachspülen und trocknen lassen

    Gelöster Belag und Reinigerreste müssen von der Wand. Danach braucht die Fassade Zeit, bis sich das Endergebnis zeigt: Feucht sieht jede Wand gleichmäßig dunkel aus, erst trocken sieht man, was wirklich sauber geworden ist.

  6. 06

    Gemeinsam abnehmen

    Wir gehen die Wand mit Ihnen ab, wenn sie trocken ist. Was uns bei Schritt 01 aufgefallen ist und nicht zur Reinigung gehört, bekommen Sie schriftlich, damit Sie es einordnen können.

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Abgrenzung

Was die Fassadenreinigung
nicht ist.

Wir entfernen, was auf der Wand sitzt. Was unter dem Belag zum Vorschein kommt, bleibt wie es ist. Ein verwitterter Putz wird nach der Reinigung sauber und verwittert aussehen. Das ist der häufigste Punkt, an dem Erwartung und Ergebnis auseinandergehen, und deshalb sprechen wir ihn vorher an.

Terrasse, Hofeinfahrt und Gehwegplatten laufen bei uns unter Steinreinigung. Dort geht es um horizontale Flächen, um Fugenmaterial und um Bewuchs zwischen den Steinen. Verfahren und Aufwand haben mit der Wand wenig gemeinsam, auch wenn beides nach Wasser und Fläche klingt.

Das Dach ist ein eigenes Thema mit eigener Absturzsicherung und eigenen Risiken. Wenn beides ansteht, planen wir es zusammen, weil eine gereinigte Fassade unter einem ungereinigten Dach nach dem nächsten Starkregen wieder Streifen bekommt. Abgerechnet wird es trotzdem getrennt.

Reklame- und Werbeschildreinigung, Solarreinigung und die Montage von Vogelabwehr. Das sind eigene Posten und keine Selbstverständlichkeit, gehört aber in dieselbe Anfahrt.

Preis

Woran der Preis
hängt.

Quadratmeter Wandfläche

Die Grundgröße, und wie beim Pflaster die schwächste Auskunft allein. Gerechnet wird die tatsächlich zu reinigende Fläche, Fenster und Türen abgezogen. Ein Giebel zählt mit, auch wenn er von unten klein aussieht.

Höhe und Zugang

Was vom Boden aus erreichbar ist, ist die günstige Variante. Darüber kommen Teleskoplanze, Hebebühne oder Gerüst ins Spiel, und jede dieser Stufen ist ein eigener Kostensprung. Auch die Fläche davor entscheidet mit: Eine Bühne braucht Aufstellfläche und Zufahrt, ein enger Reihenhausgarten hat beides nicht.

Art der Verschmutzung

Algen und frischer Grünbelag lösen sich mit Einwirkzeit und wenig Kraft. Flechten sitzen fest im Porengefüge und brauchen mehrere Durchgänge. Ruß an einer viel befahrenen Straße ist wieder ein anderes Thema, und Graffiti ist ein eigenes Kapitel mit eigenen Mitteln. Je fester der Belag, desto mehr Zeit pro Quadratmeter.

Untergrund und Zustand

Ein intakter Klinker lässt sich zügig reinigen. Eine Wand mit ausgewaschenen Fugen oder sandendem Putz braucht Vorarbeit, mehr Vorsicht und mehr Zeit. In manchen Fällen raten wir von der Reinigung ab, bis die Fugen instand gesetzt sind, weil Wasser sonst hinter die Wand kommt.

Nachbehandlung

Eine Imprägnierung oder ein Schutzauftrag nach der Reinigung ist eine eigene Entscheidung mit eigenem Preis. Sie ist nicht auf jedem Untergrund sinnvoll, und sie verlängert die Arbeitszeit, weil die Wand vorher vollständig trocken sein muss. Wenn Sie danach fragen, sagen wir Ihnen, ob Ihre Wand dafür in Frage kommt.

Wasser, Strom und Entsorgung

Wir brauchen einen Wasseranschluss und Strom auf dem Grundstück. Ist beides vorhanden, ist es kein Thema. Muss Wasser angeliefert oder gelöster Belag aufgefangen und entsorgt werden, weil die Fläche an ein Gewässer oder einen offenen Ablauf grenzt, kommt das als eigener Posten dazu.

Jahreszeit

Bei Frost wird nicht gereinigt. Wasser, das in eine Fuge läuft und dort gefriert, sprengt das Material auf. Die Saison läuft vom Frühjahr bis in den Herbst, und der Spätsommer ist der ruhigste Zeitpunkt, weil die Wand danach noch gründlich abtrocknet.

Fragen zur Fassade

Was an der Wand
vorher geklärt wird.

Das hängt an der Ausrichtung. Nordseiten und Wände hinter dichter Bepflanzung sind schneller wieder grün als eine besonnte Südseite, weil sie länger feucht bleiben. Wer den Bewuchs vor der Wand zurücknimmt und die Wand abtrocknen lässt, verlängert das Ergebnis mehr als jedes Mittel.

Auf einer kleinen, intakten Klinkerfläche mit viel Abstand und Geduld kann das gutgehen. Die Schäden, die wir sehen, entstehen an zwei Stellen: an Putz, der die Punktbelastung nicht verträgt, und an Fugen, hinter die Wasser gedrückt wird. Beides merkt man nicht am selben Tag, sondern im nächsten Winter.

Wir decken ab, was empfindlich ist, und legen fest, wohin das Wasser läuft. Sagen Sie uns vorher, welche Pflanzen Ihnen wichtig sind, dann planen wir die Bahnen entsprechend. Bei Teichen und offenen Regenabläufen sprechen wir das gesondert durch.

Weil zwei Klinkerfassaden gleicher Bauzeit unterschiedlich reagieren können. Die Probefläche kostet zwanzig Minuten und beantwortet zwei Fragen auf einmal: Geht der Belag weg, und bleibt die Oberfläche unverändert. Ohne sie wäre die erste Antwort eine Vermutung.

Beim Ortstermin vorher ja, während der Arbeiten nicht. Wir brauchen Zugang zu Wasser und Strom sowie die Zusage, dass Fenster geschlossen bleiben. Zur Abnahme sollten Sie dabei sein, und zwar erst, wenn die Wand trocken ist.

Ja. Dort ist die Abstimmung meist der größere Teil der Planung: Zufahrt, Stellfläche für die Bühne, Zeitfenster, Information der Bewohner. Für Verwalter fassen wir Fassade, Dach und Außenanlage gern in eine Anfahrt zusammen.

Kontakt

Sprechen wir
darüber

Schicken Sie uns ein Foto der betroffenen Wand aus einigen Metern Entfernung und eine Nahaufnahme des Belags. Dazu die ungefähre Höhe und die Angabe, ob rundherum Platz für eine Bühne ist. Damit sagen wir Ihnen binnen 48 Stunden, was der nächste Schritt ist.

RegionSitz Rheine, Einsatz in NRW und im Raum Osnabrück
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